Norwegen Stokkoya

Alleine die Anreise war schon eine Erfahrung für sich.

Laut Buchung hatten wir in Oslo 45 Minuten fürs umsteigen. Aber der Flieger aus Frankfurt hatte schonmal 15 Minuten Verspätung, dann musste auch noch das Gepäck abgeholt und neu aufgegeben werden. Naja, das Flugzeug haben wir nicht zu Gesicht bekommen.

Da wir richtige Flüge bei Lufthansa hatten, haben wir aber unsere Tickets für den nächsten Flug umgeschrieben bekommen.

Aber da gab es ja auch noch die Reservierung der Autos, die wir jetzt nicht mehr pünktlich abholen konnten. Also sind wir zu Europcar im Flughafen gegangen und haben uns erkundigt wie wir doch noch an die Autos kommen. Es sollte und 400 Kronen kostet, das in Trondheim jemand auf uns wartet. Jedenfalls hatten wir jetztsicher einen fahrbaren Untersatz.

Wir wären mit SAS weitergeflogen, und die gaben uns auch für jeden einen Essengutschein über 100 Kronen als Entschädigung. Blöd nur, das man für Flaschen noch Pfand bezahlen muss, aber die Verkäuferin hatte eine "schwarze" Kasse die uns aus der Patsche half. Die wurde später dann wieder mit dem Pfand aufgefülllt.

In Trondheim angekommen teilen wir uns auf und holen Auto und Gepäck ab. Wir müssen pro Auto 400 Kronen nach bezahlen, aber was soll uns jetzt noch aufhalten ?

Das Gepäck ist auch da, bis auf die Angeln. Also zum Schalter gegangen und nachgefragt, sagen "wir schauen nochmal nach". Später dann, die Angeln haben vermutlich das falsche Flugzeug genommen. Wir haben unsere Adresse hinterlassen, damit die Angeln per Kurier nachgeschickt werden.

Rein in die Autos und los. In Trondheim noch Essen und Trinken für die Woche eingekauft und weiter Richtung Stokkoya. Ging alles ganz gut nur das ständige bezahlen an den Mautstationen nervt. An der Fähre (Flakk-Rervik) erfahren wir, das seit 16 Uhr gestreikt wird. Wir müssen also am Fjörd weiter zur nächsten Fähre (Brekstad-Valset).

Nach der Fähre müssen wir auf der anderen Seite des Fjords fast wieder ganz zurück, bei Kringsvatn kommen wir wieder auf die geplante Strecke. Kurz vor Stokkoya fahren wir dann im Fjord nach unten und haben einen Sonnenuntergang wie aus dem Bilderbuch, aber eigentlich geht zu dieser Jahreszeit die Sonne gar nicht unterUnschuldig. Alleine der Sonnenuntergang war die Mühe der Anreise schon Wert.

Kurze Zeit später waren wir dann auch am Ferienhaus und mussten nur noch den Schlüssel finden und die Autos ausladen. 3 Stunden später als geplant war der Tag dann erstmal zu Ende.

Die Rückfahrt haben wir etwas früher angetreten, wir wissen ja was alles passieren kann. Auf den Bergen sehen wird noch Schnee liegen und wir haben auch das Glück einen Elch zu sehen. Als wir an der Fähre ankommen, wartet die schon. Nicht unbedingt auf uns, aber wir können mitfahren und sind viel zu früh in Trondheim. Was macht man nur mit der vielen Zeit ?

Wir schauen uns noch etwas Trondheim an und lassen uns noch einen Strafzettel wegen zu langen parkens schreiben Winken. Die leeren Flaschen müssen noch abgegeben werden und wie durch ein Wunder ist der Automat dafür kaputt. Dann werden noch die restlichen Kronen ausgeben, z.B. für "Ready made fish".